Ferien, Urlaub in Ungarn

Ferien, Urlaub in: Ungarn, Italien

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UNGARN: Schmalspurbahnen, Dampfzüge...
Schmalspurbahn in Balatonfenyves (BAZ)

Die Gemeinde Balatonfenyves feierte 1996 zwar erst ihr 100jähriges Jubiläum, man kann aber trotzdem auf eine kleine, traditionelle Sehenswürdigkeit verweisen. Die seit 1951 fahrende Kleinbahn ist heute sehr oft Anziehungspunkt für die zahlreichen Feriengäste. Man plante, hier nach Ende des 2. Weltkrieges eine zentrale Wirtschaftseinheit aufzubauen. Auf dem großen Gebiet mit morastigem, torfigem Untergrund konnte man nur eine Schmalspurbahn errichten, denn die Verhältnisse waren für eine Großbahn nicht gegeben. Es entstand eine Strecke für die Eisenbahn, die 51 km umfaßt. Die Bahn diente der Landwirtschaft und war nicht die einzige „Kleinbahn". Während sich 1960 die ungarische Wirtschaftsbahn erweiterte, wurde diese Schmalspurbahn vernachlässigt. Die heutige Strecke mit 46 km ist als Andenken erhalten geblieben.
Auf drei Schmalspurbahnen in Ungarn verkehren noch heute die Dampflokomotiven, eine davon in Balatonfenyves. Viele nehmen eine weite Reise auf sich, um mit der Kleinbahn die Schmalspurromantik zu erleben. Flora und Fauna bringt die Gäste in gute Stimmung, die sie nach einem Bad im Csiszta-Heilbad verlangen läßt. Die ehemalige Wirtschaftsbahn bringt sie exklusiv dahin, wo sie in aller Ruhe die Gegend genießen können. Vor 42 Jahren, am 3. Juni 1956, wurde die Schmalspurbahn feierlich eröffnet und nahm den Gütertransport und Personenverkehr auf.

Nagyberek

Naturschönheit im Komitat Somogy Mit Dampflok, Diesellok und Triebwagen wird man auf dem Kleinbahnnetz in die besondere Landschaft von Nagy-berek gefahren. Man kann sich nur schwer vorstellen, daß hier noch Anfang des 19. Jahrhunderts eine zusammenhängende Wasserfläche, die größte Bucht des Balaton bildete. Schon Römer versuchten den See zu regulieren, doch der 22000jährige Balaton veränderte dauernd seine Oberfläche. Innere Quellen und Zuflüsse vergrößerten ihn. Der See lebte sein eigenes Leben, und eine Regulierung im 19. Jahrhundert ließ auf sich warten. Das dauernde Arbeiten der Naturkräfte bewirkte, daß geographische Formen entstanden, wie Sandwellen, Erdhäufungen, innere Tümpel und Haine. Das große Sumpfgebiet, vom See getrennt, trägt die Bezeichnung „Somogyer Nagyberek" und ragt wie ein Halbkreis, von der Uferlinie bis zur Lößdecke in die Tiefen des Komitats Somogy. Die Verkehrswege wichen diesem ehemals unsicheren, buschigen und gewässerigen Gelände aus. Zum Schluß wurde endgültig Nagyberek von der offenen Wasserversorgung abgeriegelt. So gab es für die Landwirte, die die betreffenden Böden besaßen, die Möglichkeit, den Grund trockenzulegen und darauf Landwirtschaft zu betreiben. In den sozialistischen Zeiten wollte man hier, im sozialistischen Großbetrieb, eine Musterwirtschaft errichten. Damit die Transportmöglichkeiten besser werden, hat man die mit 0,76 m Spurweite versehene Kleinbahn gebaut. Ursprünglich wollte man nahezu 100 km Gleis in Nagyberek verlegen. Im Bahnnetz war auch die Zuckerfabrik in Kaposvár, wohin die Schmalspurbahn mit 25 km/h „raste". Heute ist die Kleinbahn ganzjährig unterwegs und wartet mit verschiedenen Angeboten auf. Dazu gehören die Bereitstellung von Sonderzügen, Draisinen werden gezeigt und können gefahren werden und nicht zuletzt besteht die Möglichkeit das „Ehrenlokführer-Diplom" zu erwerben.

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